Sicherheit der Bankeinlagen

 

Der gesetzliche Anspruch auf Entschädigung bei Bankinsolvenzen beträgt 100.000 Euro. Wichtig ist: Ihr Entschädigungsanspruch bezieht sich dabei nur auf sogenannte „Einlagen“. Nicht dazu gehören z.B. so genannte Inhaberschuldverschreibungen. Daneben gibt es freiwillige Sicherungseinrichtung der Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Lesen Sie hier:

  • Was Sie wirklich von der gesetzlichen Einlagensicherung erwarten können?
  • Wie staatliche Garantien gemeint sind?
  • Welchen Rechtsanspruch die freiwilligen Sicherungseinrichtungen der Banken und Sparkassen bieten?

WIE FUNKTIONIERT DIE GESETZLICHE ENTSCHÄDIGUNGSEINRICHTUNG?

EAEG2Auszug: Die Institute (z.B. Banken und Sparkassen) sind verpflichtetet ihre Einlagen, das sind z.B. Spareinlagen und Tagesgelder, durch Zugehörigkeit zu einer Entschädigungseinrichtung zu sichern.

eeaegInhalt: Hier wird Ihr Entschädigungsanspruch geregelt: 100.000 Euro. Sowie 90 % der  Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften und den Gegenwert von 20.000 Euro

8eaegInhalt: Woher die Entschädigungseinrichtungen die Geldmittel für die Erfüllung ihrer Verpflichtung haben, wird in diesem Paragraphen geregelt: Die Banken und Sparkassen müssen hierfür Beiträge entrichten. In diesem Paragraphen wird vorsorglich auch geregelt, dass die Entschädigungseinrichtung im Falle eine Falles Sonderumlagen fordern darf oder sogar Kredite aufnehmen kann.

eaegeinsIST SICHERGESTELLT, DASS SIE TATSÄCHLICH IMMER IHR GELD ZURÜCK ERHALTEN? Nur dann, wenn die Entschädigungseinrichtungen das Geld haben, durch Sonderumlagen erhalten oder entsprechende Kredite bekommen, können Sie davon ausgehen, dass die Rückzahlung Ihrer Sparguthaben sicher sind. Denn im letzten Absatz dieses Paragraphen heißt es : „Für die Erfüllung der Verpflichtungen nach § 3 Abs. 1 haftet die Entschädigungseinrichtung nur mit dem auf Grund der Beitragsleistungen nach Abzug der Kosten nach Absatz 1 Satz 3 zur Verfügung stehenden Vermögen. “

FAZIT: DIE GESETZLICHE EINLAGENSICHERUNG / GARANTIE KOMMT NUR DANN ZUM TRAGEN, WENN AUCH GENÜGEND GELD IN DER SICHERUNGSEINRICHTUNG VORHANDEN IST.

staeaegWoher kommt denn nun tatsächlich das Geld, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird? Nicht vom Staat! Denn es wird ja in § 2 auf die Entschädigungseinrichtungen verwiesen. Vielmehr werden bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) entsprechende Entschädigungseinrichtungen als nicht rechtsfähiges Sondervermögen des Bundes geführt. Dies ist in § 6 EAEG geregelt.

Hier können Sie das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz im Einzelnen nachlesen.

WIE STAATLICHE GARANTIEN GEMEINT SIND

spiegel157WIE FUNKTIONIEREN DIE FREIWILIGEN SICHERUNGSEINRICHTUNGEN DER BANKEN UND SPARKASSEN?

Diese Sicherungseinrichtungen funktionieren sehr ähnlich zu der gesetzlichen Einlagensicherung. Es werden Umlagen bis zu einem bestimmten Niveau erhoben, woraus im Notfall die Ansprüche der Sparer befriedigt werden sollen. Aber auch hier zeigt ein Blick in die Satzungen erstaunliches: ES BESTEHEN KEINE RECHTSANSPRÜCHE AUF ENTSCHÄDIGUNGEN. Entsprechende Auszüge aus den Satzungen finden Sie hier:

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