Neuer Offener Immobilienfonds der Union Investment wirft die Frage auf: Sollte ein Fonds schnell oder langsam starten?

Das dürfte die Kunden und natürlich auch Berater  der Volks- und Raiffeisenbanken erfreuen. Endlich gab es mal wieder Offene Immobilienfonds zu kaufen.  Denn für alle alten Offenen Immobilienfonds der Union Investment den UniImmo: Europa, den UniImmo: Deutschland   und den UniImmo: Global werden seit einiger Zeit  derzeit  keine neuen  Anteile herausgegeben.

Die Nachfrage nach Offenen Immobilienfonds ist aber groß, und so saßen die Berater der Volks- und Raiffeisenbanken mit leeren Händen da, zumindest wenn sie die Fonds ihrer der genossenschaftlichen Finanz Gruppe  anbieten wollten und dies sind eben die Fonds der zur DZBank gehörenden Union Investment ( Union Asset Management Holding AG).

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Durch eine Partnerschaft mit der ZBI (Zentral Boden Immobilien Gruppe), und einer Beteiligung an der ZBI,  die bereits am 6. März diesen Jahres erfolgte, wurde der Grundstein für einen neuen Offenen Immobilienfonds dem UniImmo: Wohnen ZBI gelegt (1).

Wie hoch die Nachfrage bei den Volksbanken war, wird daran ersichtlich, dass bereits in der ersten Zeichnungsphase 620 Mio. € eingesammelt wurden. Aber was  nutzt es viel Geld einzusammeln, es muss auch investiert werden können, um Rendite für die Anleger zu bringen. Dazu steht ein Startportfolio, welches durch ZBI gesichert wurde von 460 Mio. € bereit. Allerdings soll erst etwas mehr als die Hälfte in den Fonds übergangen sein.

Für weitere  113 Mio. €  hat der Fonds ein Immobilienportfolio von  angelsächsische Investorengruppe erworben. (2)  Für 620 Mio. € Startkapital des Fonds sind Immobilien im Wert von 573 Mio. € ein gutes Startpolster, entspricht dies doch 92%.  Allerdings sind laut der  oben zitierten Pressemitteilung die Immobilien selbst noch nicht vollumfänglich übergegangen. Aktuell dürfte die Anleger also nur von den Mieterträgen von etwas mehr als der Hälfte des Startportfolios profitieren.

Das Startportfolio allein dürfte aber für mehr als 620 Mio. Anlegerkapital ausreichen, denn der Fonds darf bis zu 30% des immobilienwertes durch Kredite finanzieren. Zwar muss er auch Liquidität in Höhe von mindestens  5% halten, aber insgesamt scheint allein aufgrund der  Größe des Startportfolios noch Luft nach oben. Man wird sehen.

Was man auch sehen wird – es lassen sich hier vorab kaum Aussagen treffen (zumindest wenn diese nicht sehr spekulativ sein sollten)- ob dieser Fonds, der sich auf ein besonderes Immobiliensegment konzentriert seine unmittelbaren „Konkurrenten“ in der Rendite übertrumpfen wird.

Der UniImmo: Wohnen ZBI wird schwerpunktmäßig in Wohnimmobilien investieren. Das ist grundsätzlich anders als bei den alten großen Immobilienfonds, die Wohnimmobilien kaum berücksichtigt hatten oder ihren Anlageschwerpunkt eher im Bereich gewerblich genutzter Immobilien sahen.  Es gibt seit einiger Zeit allerdings zwei weniger  bekannte Offene Immobilienfonds, die von Beginn an primär oder sogar fast ausschließlich in Wohnimmobilien investiert hatten.  Dabei handelt es sich um den Wertgrund WohnSelect D und Fokus Wohnen Deutschland, beides Fonds mit einer bisher sehr guten Wertentwicklung, die meist deutlich über der von den bekannteren älteren Offenen Immobilienfonds mit anderen Schwerpunkten lag. Der Unterschied zum UniImmo: Wohnen ZBI liegt unter anderem darin, dass diese beiden Fonds ihr Immobilienportfolio relativ langsam (und damit mehr über die Zeit verteilt) aufgebaut haben beziehungsweise aufbauen.

Wir sind gespannt, welche Strategie besser aufgeht, und werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Wenn Sie immer informiert sein wollen, dann folgen Sie doch einfach diesem Blog.


Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageempfehlung dar. Offene Immobilienfonds sind nicht für jeden Anleger geeignet und weisen auch ganz spezifische Risiken auf. Informieren Sie sich daher vor einer Anlageentscheidung ausführlich.


(1) Pressemitteilung der ZBI vom 7.3.2017

(2) Deal  Magazin 02.08.2017 Wohnfonds von Union Investment und ZBI mit 620 Mio. Euro Volumen

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