Zwei Lager, eine Einschätzung zum Gold

Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen des Preises einer bestimmten Geldanlage können auf unterschiedlichsten Annahmen und Methoden beruhen. Als eher klassisch kann man die Markteinschätzungen spezialisierter Analysten bezeichnen. Sie beobachten allein oder in einem Team den jeweiligen Markt. Die Ergebnisse fließen dann häufig in Modelle oder werden aufgrund der Erfahrungen ausgewertet. Zumindest in der Vergangenheit – aber wohl auch heute noch – wird dabei des Bild des homo oeconomicus, also rational handelnder Menschen zugrunde gelegt.

Nun handeln nicht alle Menschen immer rein vernunftgesteuert, was man zuweilen auch am Herdentriebverhalten vieler Anleger erkennt. (Eine Zeit lang mag es zwar sinnvoll sein, der Herde zu folgen, aber wer zu spät einsteigt kann, wenn sich der Markt ändert beträchtliche Verluste erleiden.)

Wie sich ein nicht rein rationales Verhalten auf die Entwicklung unterschiedlicher Anlagen auswirkt, ist eines von mehreren Themen, die die Wissenschaft der Behavorial Finance untersucht. Auf dieser Grundlage und unter Befragung von mehr als 4000 Teilnehmern, die sich laufend mit den Geldanlagemärkten befasst, erstellt sentix Analysen.

Aktuell heißt es zum Gold: Korrekturen sind möglich, es bleibt aber bei der zu Jahresbeginn getroffen Prognose von 1.500 USD (1).

Interessant ist, dass auch eine Aussage „klassischer“ Analysten eine positive Entwicklung des Goldpreises erwarten lassen könnte. Die Rohstoffanalysten der Deutschen Bank betrachten dazu die Bilanzen der Zentralbanken. Aufgrund dieser (eher klassisch rationalen Schlussfolgerung) müsste Gold zu 1.700 USD gehandelt werden (2).

Zwei unterschiedliche Erklärungsansätze zeigen also aktuell die gleiche positive Richtung für Gold auf. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Prognosen und Analysen – auch wenn diese unterschiedlichen Lagern entstammen – niemals eine verlässliche Garantie für die Zukunft bieten. Dazu kommt auch, dass Sie neben diesen beiden Analysen sicherlich auch Aussagen in Hinblick auf eine negative Goldpreisentwicklung finden können.

Sie müssen auch diesen Artikel kritisch betrachten, weil wir selbst unterschiedliche Formen der Goldanlagen anbieten. Insoweit stellt dieser Beitrag nur einen kleinen von vielen – auch anders argumentierenden – Mosaiksteinen dar, der in Ihre persönliche Markteinschätzung einfließen könnte.


sentix: sentix Investmentmeinung 34-2016 

Goldseiten.de:  Deutsche Bank: Warum Gold 1.700 $ kosten sollte

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