Grunderwerbsteuer heute und 2017: Welche Bundesländer am Immobilienboom am meisten mitverdienen

Immobilien stellen eine der beliebtesten Geldanlageformen dar. Angesichts der niedrigen Zinsen und der zum Teil wenig beruhigenden Nachrichten eine nachvollziehbare Entscheidung vieler Anleger und Sparer. Und eigentlich müsste die Politik ein großes Interesse haben diese Anlageentscheidung ihrer Bürger zu unterstützen. Gründe gibt es genug:

  • Wohnraummangel
  • Unsichere Altersversorgung
  • International gesehen geringe Eigentümerquote in Deutschland

Aber wie sieht es in der Realität aus?

In fast jedem Fall ist der Erwerb einer Geldanlage mit Kosten verbunden. Seien es Ausgabeaufschläge beim Erwerb von Investmentfondsanteilen und die in der staatlich geförderten Altersversorge, wie zum Beispiel Riesterrente –enthaltenen Abschlusskosten. Mit Recht werden zum Beispiel auch von Verbraucherschützer die zu hohen Ausgabeaufschläge von Investmentfonds bemängelt. Wie würde reagiert werden, wenn diese erhöht werden.

Anders bei Immobilien, hier gelangt die fortlaufende Erhöhung der Nebenkosten durch die Bundesländer kaum in den Fokus allgemeiner Empörung. Zwar gibt es hier sogar eine ganze Reihe von Nebenkosten wie Maklercourtage, Gerichts- und Notarkosten und die Grunderwerbsteuer. Nun könnte man sagen, all diese Kostenpositionen sollten reduziert werden. Nur muss man dabei unterscheiden, dass den Positionen Maklerkosten und Gerichts- und Notarkosten Leistungen gegenüber stehen (o.k. … über die Höhe könnte man streiten) nicht aber der Grunderwerbsteuer.

Und diese Steuer wird immer einmal wieder erhöht. Seitdem die einzelnen Bundesländer das Recht haben diese Steuer individuell fest zu setzen, hat sich in einigen Bundesländern ausgehend von dem früher einheitlichen Satz für ganz Deutschland von 3,5% fast verdoppelt. Und es scheint nicht aufzuhören.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer heute und in 2017?

Die folgende Tabelle zeigt die aktuelle Höhe der Grunderwerbsteuer 2016 in den verschiedenen Bundesländern und die schon verabredete Erhöhung in 2017 und die mögliche Erhöhung in 2017 auf:

11082017gewZur möglichen Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Baden-Württember berichtete unter anderem die interhyp am 3.6.2016. Zu Überlegungen die Grunderwerbsteuer in Niedersachsen zu erhöhen, berichtete die Welt am 14.1.2016.


Nachtrag: Laut Meldung der Welt vom 13.9.2016 soll in Baden-Württemberg zunächst auf eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer verzichtet werden.

 

Wenn Sie wissen möchten, was Erhöhungen der Grunderwerbersteuer für Kapitalanleger grundsätzlich bedeuten, so empfehlen wir Ihnen diesen Beitrag auf dem Blog finanzenlounge :Erhöhung der Grunderwerbsteuer: Auswirkungen auf Immobilien-Anlagen?

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