Nomen est Omen – Leider gilt dies nicht bei allen offenen Immobilienfonds

Wir widmen uns in letzter Zeit verstärkt dem Thema: Offene Immobilienfonds. Sie „versprechen“ eine im aktuellen Vergleich gute Rendite – jedenfalls im Vergleich zu den meisten Festgeld- und Tagesgeldangeboten. Schaut man sich die aktuellen Werte von ca. 2,5% bei vielen  offenen Immobilienfonds an, entspricht dies in der Regel 150% oder noch mehr Renditevorteil für  offene Immobilienfonds gegenüber Festgelder.  Im Vergleich zu den „guten vergangenen“ Zeiten der offenen Immobilienfonds war dies durchaus nicht immer der Fall. Als Festgeldanlagen zu 4% oder mehr noch möglich waren, lagen die Renditen der offenen Immobilienfonds noch  meist bei ca. 5%. Also nur etwa 25% mehr Rendite für offene Immobilienfonds.

Ein Vergleich Festgeld und offene Immobilienfonds ist natürlich genau besehen nicht zulässig, denn  beide Anlageformen unterscheiden sich wesentlich. Bei offenen  Immobilienfonds ist unter anderem zu beachten

  • dass es Mindesthaltefristen gibt
  • dass es Kündigunsfristen gibt
  • dass es Kursverluste geben kann, und die Anlage damit nicht risikofrei ist
  • dass die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt werden kann.

Also, offene Immobilienfonds sind durchaus nicht für jeden Anleger geeignet. Und dennoch, die Mittelzuflüsse in offene Immobilienfonds sind so hoch, dass viele Fonds gar keine Gelder von potentiellen Anlegern mehr annehmen. Es bleibt  in dem Fall nur die Möglichkeit die Fonds- in einigen Fällen deutlich teurer als beim „Direktkauf“ – über die Börse zu erwerben.

An dieser Stelle wollen wir aber nicht über unsere Einschätzung der verschiedenen offenen Immobilienfonds berichten, sondern über eine verwirrende Auffälligkeit.

Allgemein unterscheidet man die offene Immobilienfonds auch danach, ob es ich um Fonds handelt, die in Europa anlegen, oder ob die Fonds weltweit, global, Immobilien für ihre Fonds erwerben.  In diesem Zusammenhang sollte man annehmen können, dass im Zusammenhang mit der notwendigen Produktklarheit dies zum Ausdruck kommt. Denn es ist für den Anleger wichtig zu erkennen, ob durch eine globale Anlage, zusätzliche Risiken entstehen können.

Aber „Nomen est  omen“ gilt zumindest nicht für die Fonds der Union, die wesentlich durch Genossenschaftsbanken verkauft werden. Die Union hat 2 offene Immobilienfonds, UniImmo: Europa  und den UniImmo: Global.

Aber hätten Sie gedacht, dass der UniImmo: Europa auch in folgenden Ländern Immobilien besitzt:

  • USA
  • Japan
  • Mexiko?

Es bewahrheitet sich also immer wieder unser Hinweis, möglichst viele Informationen zu Investmentfonds einzuholen, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen. Es fragt sich aber auch, weshalb hier die keine Umbenennung des Fonds erfolgt ist. Im Bereich der Lebensmittel wäre eine solche doch etwas irreführende Bezeichnung wohl nicht zulässig.

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