Diversifizierte defensive bis ausgewogene Investmentfonds im 1. Quartal 2016: Auf der Suche nach Rendite

Um zu hohe Risiken zu vermeiden wird in aller Regel empfohlen, nicht eindeutig auf eine Anlageklasse, wie zum Beispiel das ausschließliche Anlegen in Aktien, zu setzen. Dazu kann man je nach persönlicher Risikoeinordnung sein Geld in Mischfonds und Absolute-Return-Fonds anlegen. Diese wiederum können unterschiedliche Anlageschwerpunkte haben. Sie können sich schwerpunktmäßig an Rentenmärkte (Märkte der festverzinslichen Wertpapiere) oder an Aktienmärkten orientieren. Der Anleger hat auch die Wahl, den regionalen Schwerpunkt zu bestimmen. Absolute Return-Fonds haben eine höhere Freiheit bei der Auswahl ihrer Anlagemöglichkeiten, sie können auch andere Anlageklassen wie Rohstoffe und Währungen nutzen. Vielleicht ist aber noch bedeutender, dass sie auch in Derivate investieren können, um so zum Beispiel die Chance zu haben, auch bei fallenden Aktienkursen zu gewinnen.

Vereinfacht kann man also sagen, den Managern der im Folgenden betrachteten Fonds standen fast alle Möglichkeiten (in unterschiedlicher Ausprägung) zur Verfügung, um Risiken zu vermeiden und Rendite zu erzielen. Allerdings sollte man, wie hier getan, dazu auch Fonds berücksichtigen, denen außer im Verkaufsprospekt definierten Grenzen, zusätzliche Anlageoptionen offen stehen. Dazu gehören Investmentfonds, die in Hedgefonds-Strategien und/oder Alternative Anlagen investieren.

Wenn man nun noch das Ergebnis der Durchschnittswertentwicklungen dieser Fonds als Grundlage zur Ermittlung der Risiken und Renditen festlegt, besteht eine gute Ausgangsbasis um zu ermitteln, was möglich war, wenn man nun nicht gerade in den erfolgsreichsten Fonds angelegt hat. Dies macht Sinn, denn es ist unmöglich mit Sicherheit zu wissen, welcher Investmentfonds in Zukunft der erfolgsreichste Fonds seiner Klasse sein wird. (Man kann lediglich versuchen, zu ermitteln, welche Kriterien ein Fonds erfüllen muss um unter vorab definierten Marktentwicklungen eine hohe Chance auf eine gute Wertentwicklung zu haben. Aber auch dies bietet keine Garantie).

Wie sah nun das Ergebnis unterschiedlicher Investmentfondskategorien  mit einer überwiegend mittleren Risikoeinordnung im 1.Quartal dieses Jahres aus:

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Alle hier betrachteten Fondskategorien erzielten ein negatives Ergebnis:

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Am Besten schnitten noch breit diversifizierte Rentenfonds ab, wobei eine Konzentration auf Europa einen kleinen Nachtteil gegenüber einer weltweiten Streuung der Anlagen hatte. Nun sind 3 Monate ein kurzer Zeitraum. Wie das Ergebnis bei einer 1-, 2- und 3-jährigen Haltedauer Haltedauer war (jeweils vom 1.4. bis 31.3.) zeigt diese Übersicht:

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Es ist deutlich zu erkennen, dass bei einer Durchschnittsbetrachtung positive Ergebnisse in allen Fondskategorien erreicht wurden, wenn die Haltedauer der Papiere bei 24 Monaten lag (siehe aber auch Disclaimer unten) . 12 Monate ( vom 31.3.2015 bis 1.4.2016) waren für den Durchschnitt der Fonds einfach zu kurz. Bitte beachten Sie bei der Interpretation dieser Übersicht, dass wir nicht das Kalenderjahr betrachten. Bei einer Kalenderjahresbetrachtung für 2015 sähe das Ergebnis anders aus. In diesem Fall wäre das Ergebnis für alle Fondskategorien positiv gewesen:

01052016 2015

 

Das vergleichsweise gute Ergebnis des Jahres 2015 war wesentlich bedingt durch das ausgesprochen gute 1. Quartal für Aktien in 2015. Aber selbst wenn man diesen Sonderaspekt außen vorlässt, besteht bei etwas Geduld durchaus eine gute Chance (keine Garantie) mit Investmentfonds eine im Vergleich zu Festgeldanlagen recht ordentliche Rendite zu erwirtschaften. So wie das positive erste Quartal in 2015 letztendlich keine Aussagekraft für das ganze Jahr 2015 hatte, denn im Laufe des Jahres waren vielfach die Gewinne weggeschmolzen, muss natürlich das erste Quartal diesen Jahres kein Trend für das ganze Jahr 2016 darstellen.

Dennoch, geht man wie in diesem Beitrag gezeigt weg von der Kalenderjahresbetrachtung, sind auch 12 Monate Haltedauer trotz umfangreicher Diversifikation keine Erfolgsgarantie. Generell wird deshalb auch für defensiver ausgerichtete Investmentfonds eine längere Anlagedauer empfohlen.

Aber die Betrachtung des Jahres 2015 zeigen ebenfalls, wie wichtig es sein kann Verluste zu vermeiden. Dies ergibt sich schon aus dem Umkehrschluss: Ein gutes erstes Quartal 2015 hat über 12 Monate betrachtet (das Kalenderjahr 2015) im Durchschnitt aller betrachteten Fonds positive Ergebnisse erbracht. War man aber in dieser Zeit nicht investiert, sondern im 12-Monatszeitraum seit dem 1.4.2015 bis 31.3.2016, so ergaben sich durchgängig Verluste.

Danach hätten Sie eine bessere Ausgangsbasis, wenn Sie mit Ihrem Depot im ersten Quartal möglichst wenig Verluste erleidet hätten. Hier liegt die Kunst oder das Glück (?) des Beraters oder Betreuers Ihres Depots.


Disclaimer: Diese Betrachtung stellt in keiner Weise eine Empfehlung dar, in eine der genannten Fondskategorien zu investieren. Sie haben keinerlei Garantie, dass Sie immer bei einer gewissen Haltedauer (z.B. 24 Monate) Gewinne machen. Im Gegenteil Verluste, auch höhere als Sie möglicherweise aus diesem Artikel schließen, sind möglich.

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