Angebotsvergleiche Studenten-Appartements als Kapitalanlage. Worauf ist zu achten?

Als Geldanlage im Bereich der Immobilien vergrößert sich langsam das Angebot an Studenten-Appartements für Privatanleger, nachdem diese Immobilienart sich zwischenzeitlich auch für professionelle Investoren etabliert hat. Vor Kurzem berichteten wir dazu über die Gründung Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW). Aufgrund des steigenden Interesses auch privater Kapitalanleger, die sich unter anderem deshalb für diese Immobilienform interessieren, weil

  • die absoluten Kaufpreise relativ gering sind
  • bei den üblicherweise möblierten Appartements keine Mietpreisbremse besteht
  • es teilweise auch die Möglichkeit gibt auch in diesem Segment die steuerlichen Verteile der Denkmal-AfA in Anspruch zu nehmen
  • auch hier einige Neubauten von den extrem günstigen Kreditangeboten der KfW profitieren

werden wir auch für dieses Segment in unregelmäßigen Abständen einige Angebotsvergleiche erstellen.

Aktuell kann der Anleger unter anderem zwischen folgenden Angeboten wählen:

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Immobilien als Geldanlage zeichnen sich unter anderem durch den reinen Sachwertcharakter aus. Dieser ergibt sich durch die Lage und Bauqualität. Wäre nur dieses Merkmal entscheidend, wird der Anleger den Kaufpreis pro qm als Entscheidungskriterium wählen. Dieser Anleger setzt darauf, dass aufgrund der Lage ein Werterhalt oder eine Wertsteigerung möglich ist.

Weil aber jede Immobilien für den Eigentümer auch laufende Kosten mit sich bringt, sind auch laufende Erträge wichtig, die diese decken. Nicht nur daher möchten Investoren natürlich auch bei Immobilien wie bei nahezu jeder Geldanlage laufende Erträge (laufende Rendite) erzielen. Der Immobilienanleger ist also gut beraten, auch auf die Mietrendite zu achten. Diese gibt an, wie hoch der mögliche laufende Mietertrag in Relation zum Kaufpreis ist. Die nachstehende Grafik veranschaulicht, dass es dabei keine eindeutige Beziehung zwischen Höhe des Kaufpreises und der möglichen Mietrendite gibt:

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Man kann also weder sagen, dass ein hoher Kaufpreis eine geringe Mietrendite bedeutet, noch umgekehrt. Wichtiger für den Anleger noch ist seine individuelle Nettorendite nach Steuern. Diese wird unter anderem davon beeinflusst, ob

  • ob er finanziert oder aus Eigenmittel zahlt
  • besondere Finanzierungsvergünstigungen, z.B. zinsgünstige KfW-Mittel, möglich sind
  • ob es besondere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten gibt

Das Hamburger Objekt zum Beispiel ermöglicht hohe Denkmal-Abschreibungen, bei den Studenten-Appartements in Bamberg dagegen ist der Einsatz besonders zinsgütiger KfW-Mittel möglich.

Aber auch, wenn wir noch einmal von dem Kaufaspekt Rendite auf den Aspekt „Betongold“ zurückkommen und dort speziell die Lage betrachten, so gibt es schon auf Ebene jeder Stadt Unterschiede, die durch das spezielle Mietersegment „Studenten“ bedingt sind. Zum Beispiel ist für die regionale Lagebeurteilung der Anteil der Studierenden an der Gesamtbevölkerung in der jeweiligen Stadt von Bedeutung und auch der Unterschied zwischen den „Privatmieten“, die die Studenten zahlen müssen und den Miethöhen in speziellen Studenten-Appartements. Allerdings, ein Vergleich der absoluten Mietunterschiede von Studenten-Appartements zu „Privatunterkünften“ ähnelt einem Vergleich zwischen Äpfel und Birnen, weil moderne Studenten-Appartements ganz andere Standards erfüllen als viele Privatunterkünfte.

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Studenten-Appartements stellen also durch die oben genannten Vorteile einerseits eine sehr interessante Form der Kapitalanlage im Immobilienbereich dar, sind auf der anderen Seite aber nach durchaus anderen Kriterien als typische Immobilien-Investments wie vermietete Eigentumswohnungen zu beurteilen.

Mehr Informationen können Sie unverbindlich anfordern:

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