Warum nicht auch bei Immobilien diversifizieren? Studenten-Appartements als eine Möglichkeit

Die vermietete Eigentumswohnung gilt für viele Kapitalanleger als die klassische Geldanlage im Anlagesegment Immobilie schlechthin. Gestiegene Kaufpreise und nicht im gleichen Ausmaß gestiegene Mieten, führen aber zu sinkenden Mietrenditen. Natürlich bleibt der immer wieder genannte Vorteil des sogenannten Betongold. Dahinter steht der Gedanke, eine Immobilie sei eine krisensichere Anlage. Dieser Grundgedanke lässt sich auch bei institutionellen Anlegern finden. Nur möchten diese nicht nur „Krisensicherheit“ sondern zusätzlich auch eine adäquate Rendite. Von daher geraten immer mehr Spezialimmobilien in deren Fokus. Dazu gehören Bürogebäude, Logistikimmobilien, Einzelhandelsimmobilien, aber auch Pflegeheime und Studenten-Appartements.

„Krise“ ist eigentlich ein zu weit gefasster Begriff, um darauf basierend Investitionsentscheidungen zu treffen. Natürlich bilden vielen Leser im Zusammenhang mit diesem Begriff gleich eine Assoziation zu den wirklich großen Krisen, wie die Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre oder aber vielleicht auch die Bankenkrise 2008.
Es gibt aber auch kleinere und in dennoch in Wirkung nicht unbedeutende Krisen, wie zum Beispiel Konjunkturkrisen. Diese würden zum Beispiel durch erhöhte Mietausfallwahrscheinlichkeiten die Spezialimmobilien Bürogebäude, Logistikimmobilien und Einzelhandelsimmobilien treffen können. Auch deshalb und nicht ausschließlich aufgrund der Diversifikationseffekte wird daher von Profianlegern auf andere Arten von Spezialimmobilien ausgewichen.

In das besondere Interesse der Investoren ist jetzt das Segment Studenten-Appartements gerückt. So wurde aktuell von Bauträgern, Projektentwickler, Asset- und Property Manager der Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW) gegründet (1).

Um die Zukunftsperspektiven von Studenten-Appartements zu beurteilen, darf man dabei nicht allein das Bevölkerungssegment Studenten betrachten. Der Bedarf an Studenten-Appartements ergibt sich auch aufgrund der Bedarfssituation anderer Bevölkerungsgruppe.

Weil es zum Beispiel zu wenig Studentenwohnheime gibt, werden 270.000 Wohnungen in Form von Wohngemeinschaften durch 800.000 Studenten genutzt. Einmal abgesehen davon, dass die Nutzung einer am klassischen Bedarf einer Kleinfamilie konzipierten Wohnung nicht unbedingt dem spezifischen Wohnbedarf der Studenten entspricht, fehlen diese Wohnungen den „Kleinfamilien“. Man kann hier auch von einer Fehlbelegung sprechen. Der verstärkte Zustrom von Flüchtlingen wird zu einem weiteren Bedarfsengpass führen.
Zudem stehen Studenten zunehmend in Konkurrenz zu auswärts arbeitenden Familienmitgliedern, die für die Arbeitswoche Micro-Appartements benötigen.Diese komplexe Situation hat innerhalb nur eines halben Jahres bereits zu beträchtlichen Mietsteigerungen in diesem Wohnungssegment geführt. In München stiegen die Mieten für Singlewohnungen in nur 6 Monaten um 21%, in Münster um 8% und in Berlin um 6% (2).
Generell sind höhere Mieten im Bereich des studentischen Wohnens auch häufig dadurch umzusetzen, weil für möblierte Wohnungen keine Mietpreisbremse gilt.

Gelten nun die vorgenannten Überlegungen auch für private Anleger?

Grundsätzlich ja, den die Nachfragesituation eröffnet auch den Privatanlegern Chancen. Zudem liegen absolute Kaufpreise (aufgrund der relativ geringen Wohnflächen) für Studenten-Appartements in vergleichbaren Lagen deutlich niedriger als Preise für die größeren konventionellen Eigentumswohnungen. Gerade wer schon eine vermietete Eigentumswohnung als Kapitalanlage hat, kann hier mit geringem Kapitaleinsatz seine Anlagestrategie im Immobilienbereich einfach diversifizieren.

Möchten Sie mehr Informationen?

 

(1) Die Immobilie : Mipim 2016 Bundesverband für Studentisches Wohnen gegründet

(2) bildungsklick: Die Mietpreise in Unistädten im Überblick

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