Ein Grund mehr Schweizer Zeitungen zu lesen: Damit Sie immer an Ihr Geld aus Ihren Investmentfonds kommen

Eigentlich dürfte den meisten deutschen Sparern und Anlegern, die schon einmal in Investmentfonds investiert haben, das Problem bekannt sein. Wobei dieses Problem in vielen Fällen gerade eher die vorsichtigen Anleger getroffen hat. Korrekt formuliert klingt es etwas sperrig: Aussetzung der Rücknahme von Anteilsscheinen. Verständlicher formuliert: In bestimmten Situationen tritt das ein, was fast kein Anleger mag. Er kommt dann nicht an sein gespartes Geld, wenn er es möchte. Dies war vor nicht all zu langer Schein der Fall bei offenen Immobilienfonds, als die große Schliessungswelle begann. Noch heute ist für viele Anleger ihr Kapital in einst so klangvollen Fonds wie CS Euroreal und weitere gebunden.

Ehemals recht rentable und als solide geltende Anlagen sind nicht mehr handelbar. Jedenfalls nicht mehr in dem Sinne handelbar wie es der Anleger kannte. Nur gegen meist hohe Abschläge können die Anteile noch über die Börse verkauft werden. Nur war dies nicht die Intention der Sparer, als sie sich entschieden hatten diese Fonds zu kaufen.

Profis und Berater, die nah am Markt waren, hatten dieses mögliche Risiko der Illiquidität meist schon früh vor der Schliessung unter Beobachtung und versuchten ihre persönlichen Kunden rechtzeitig den Ausstieg zu empfehlen. Nur der breiten Öffentlichkeit offenbahrten sie dieses Problem häufig nicht. Denn wohl kaum jemand wollte den Eintritt dieses Risiko dadurch forcieren, dass er den Stein los trat, der dann eventuell noch früher ( und vielleicht auch noch umfassender) zur Schliessungswelle geführt hätte. In einer Analogie zur Politik könnte man dieses Verhalten staatstragend nennen.

Seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass dieses Problem der möglichen Nichthandelbarkeit nun eine weitere Anlageklasse betreffen könnte, die viele Anleger in ihren Depots haben. Es handelt sich dabei um Unternehmensanleihen. In unterschiedlich hohem Ausmass befinden sich diese Papiere in Rentenfonds und zum Teil in Mischfonds sowie Multi-Asset-Fonds.

Uns beschäftigtet dieses Problem der Illiquidität seit längerer Zeit. Und entsprechend haben wir recherchiert. Eine  Artikelsammlung dazu finden Sie dazu hier auf unserem Blog finanzenlounge.

Was uns bei unserer Recherche und dem regelmässigen Studium verschiedener Medien aber irritiert hat: In den dem breiteren Publikum bekannten Zeitschriften und Zeitungen finden sich keine klare Hinweise hierzu für die breite Masse der Investmentfondsanleger. Natürlich könnten wir etwas übersehen haben …

Um so mehr waren wir über die Deutlichkeit der Aussage in der Neuen Zürcher Zeitung überrascht (1):

“ Auf die grosse Verkaufswelle am Markt, die erfahrungsgemäss irgendwann einmal kommen wird, freut sich allerdings niemand. Im Extremfall müssten dann Fonds geschlossen werden. Das heisst, die Rücknahme von Anteilen müsste ausgesetzt werden, …“ (hervorgehobener Text von uns)

Es könnte sich also auch für deutsche an dem Heimatmarkt orientierte Anleger durchaus als lohnend herausstellen, auch ab und zu einen Blick in Schweizer Zeitungen zu werfen.

Für alle Leser, die in Hamburg oder Umgebung leben, weisen wir gern noch auf unsere Veranstaltung zu diesem Thema am 2. März in Hamburg hin. Mehr Informationen erhalten Sie hier: Seminar BLEIBEN SIE MIT IHREN INVESTMENTFONDS LIQUIDE UND HANDLUNGSFÄHIG!

 


 

Nachtrag 1: Es gibt natürlich auch Fach-Medien in Deutschland, die dieses Thema aufgreifen. Einige davon finden Sie in der oben genannten Pressesammlung. Wir bezweifeln aber, dass der typische Investmentfondssparer diese regelmässig liest.

Nachtrag 2: Aber dieser Nachtrag ist Eigenwerbung. Zu den weitere Medien, die Themen aufgreifen, die etwas abseits vom Mainstream liegen sind natürlich auch unsere diversen Veröffentlichungen hier und in der finanzenlounge 🙂

(1) Neue Zürcher Zeitung: 12.02.2016,  Die Liebe zu Unternehmensbonds ist ein Problem


 

Disclaimer: Ob es einmal tatsächlich zu einer solchen hier beschriebenen Schlissung kommt, ist naturgemäss ungewiss. Wir bitten Sie daher allein anhand dieses Artikels keine Anlageentscheidung zu treffen. Besprechen Sie dieses Problemfeld mit Ihrem Anlageberater oder fragen Sie uns.

 

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