Kommentar zum Finanzmarkt: Der Rückblick liefert den Ausblick

Möglicherweise gibt ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2015 die besten Antworten für das Jahr 2016. Das Jahr 2015 startete mit einer sehr positiven Entwicklung der Aktienmärkte, die aber leider keine Kontinuität zeigte.

301215am

Daten bis 29.12.2015

Ganz überraschend war dies nicht, denn die Aktienmärkte profitierten weniger von den Erwartungen guter wirtschaftlicher Wachstumsraten als vielmehr von einer gewissen Alternativlosigkeit. Denn mit festverzinslichen Wertpapieren oder gar Bankeinlagen war kaum Rendite zu erzielen. Wenn es insoweit kein „gesundes“ Fundament für die Aktienmärkte gab, mussten fast natürlicherweise externe Effekte zu Verwerfungen führen. Und da gab es genug, denken wir an die Griechenlandkrise , die fast immer vergebens erwarteten Zinserhöhungstermine in den USA, aber auch die in den breiten Medien wenig beachtete potentielle Liquiditätskrise (Handelbarkeit) der Unternehmensanleihen.

Und 2016?

Mit Zinserhöhung, allerdings nur in homöopathischer Dosis, ist in den USA zu rechnen. Diese Zinserhöhungen werden aber voraussichtlich von der absoluten Höhe her nicht ausreichen, um amerikanische Wertpapiere für den Anleger interessant werden zu lassen, der auf eine adäquate Zinszahlung setzt. Institutionelle Anleger können und wollen natürlich auch nicht ihr Geld so anlegen, wie leider immer noch viele Deutsche private Sparer, die ihr Kapital fast zinslos bei den Banken disponieren. Insoweit könnte der amerikanische Rentenmarkt doch für die institutionellen Investoren interessant werden und Kapitalzuflüsse in die USA zur Folge haben. Veränderungen der Währungsrelationen bleiben also ein Thema.

Und wie sieht es mit Europa aus?

Viele Analysten und Fondsmanager gehen von tendenziell steigenden Aktienkursen europäischer Unternehmen aus. Dies ist zwar nicht nur durch die geringen Zinsen in Europa begründet, dennoch machen die voraussichtlich in Europa niedrig bleibenden Zinsen Anlagen in Aktien relativ interessant. Dies klingt wie Anfang 2015. Und ebenso könnten externe Effekte wie der mögliche Austritt Großbritanniens und die Folgen der Flüchtlingskrise wieder zu unerwarteten Einbrüchen führen.

Und nun?

Nichts zu unternehmen ist allerdings eine der schlechteren Alternativen, denn jahrelanger Verzicht auf Rendite-Chancen schmälert auch bei einer sehr geringen Inflationsrate das reale Vermögen. Offensichtlich ist also die altbekannte Strategie des Buy and Hold für Zeiten wie diese nicht geeignet.
Daher legen wir weiterhin Wert darauf, Ihnen vielfältige Möglichkeiten für Rendite-Chancen auch abseits des Üblichen anzubieten. Neben aller gewünschten Flexibilität scheint uns aber zugleich die Zeit gekommen zu sein, auch sogenannte illiquide Anlagen wieder beim Kapitalaufbau zu berücksichtigen. Hier geeignete Anlagemöglichkeiten zu finden, wird eine unserer vielen Aufgaben für 2016 sein.

whatsapp

Disclaimer:

Deser Beitrag gibt unsere persönliche Einschätzung wieder. Ohne eine ausdrückliche persönliche Beratung durch unser Haus darf dieser Beitrag nicht als Grundlage für Ihre persönliche Anlageentscheidung verwandt werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s