Mischfonds: (Fast) nichts ist mehr wie früher

Es hat lange gedauert, bis zunehmend mehr Anleger die Vorteile von Investmentfonds kennen gelernt haben. Besonders beliebt sind so genannte Mischfonds. Diese investieren typischerweise zu einem bestimmten Anteil in Aktien und zu einem bestimmten Anteil in Rentenpapieren (festverzinslichen Wertpapiere). Eigentlich eine kluge Wahl, wenn man die Vergangenheit zurate zieht. War es doch früher so, dass in den Phasen in denen Aktien ihren Wert verloren hatten, der Wert von Rentenpapieren gestiegen war. Durch eine geschickte Kombination konnten hierdurch zu hohe Verluste vermieden werden. Und im Durchschnitt ergab beides deutlich höhere Renditen als Festgeldanlagen.

Tatsächlich waren die Renditen von den Mischfonds in der Vergangenheit gut. Vor einiger Zeit schreckte allerdings der bekannte Dach-Fondsmanager Eckhard Sauren die Welt der Anlageberater mit einer Studie auf, wonach das Renditepotenzial der Mischfonds in Zukunft unter 1,8 % liegen soll.

Herr Sauren schreckt natürlich nicht die ganze Welt der Anlageberater auf, wie unsere Kunden wissen, die unseren Depotempfehlungen regelmäßig folgen. Denn zum einen haben wir seit geraumer Zeit den Anteil klassischer Mischfonds in unserem Musterdepots reduziert und haben des Weiteren schon immer ergänzend in größeren Umfang Multi-Asset-Fonds berücksichtigt.

Schon seit längerer Zeit zeigte sich, dass es immer wieder Phasen gab, in denen die gegenläufige Entwicklung von festverzinslichen Anlagen und Aktien nicht funktionierte. Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber wesentlich auch durch das niedrige Zinsniveau bedingt.

Die Prognose einer zu erwartenden Rendite von 1,8 % für Mischfonds sollte den Anleger aber keinesfalls davon abhalten, sich auch in Zukunft mit dem Thema Investmentfonds zu beschäftigen. Wer Investmentfonds besitzt, braucht sich keine Gedanken über die Stabilität und Leistungsfähigkeit der Einlagensicherungssysteme für Banken zu machen. Denn anders als bei einem Insolvenzfall der Banken gilt bei einer Insolvenz einer Investmentfonds-Gesellschaft, dass in dem Fond enthaltene Werte Sondervermögen sind. Ein Insolvenzverwalter hat keinen Zugriff.

Natürlich unterliegen Investmentfonds Kursschwankungen, es lässt sich aber doch einigermaßen genau abschätzen, wie hoch diese Kursschwankungen für unterschiedliche Fonds ausfallen.

„Nichts ist mehr wie früher“, damit wollten wir zum Ausdruck bringen, dass es schwieriger geworden ist (aber nicht unmöglich) Anlagen zu finden, die im Falle eines Kurseinbruch einer Anlageklasse, wie zum Beispiel der Aktien, durch eine positive Wertentwicklung einer anderen Anlageklasse einen gewissen Ausgleich erbringen.

Wenn Sie regelmäßig unsere Beiträge lesen, haben Sie sicherlich bemerkt, dass wir sehr zurückhaltend mit absoluten Aussagen zu den Finanzmärkten und Geldanlagemöglichkeiten sind. Daher haben wir unsere Überschrift mit dem kleinen Wort „fast“ versehen.

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