Finanzmarkt-Kommentar : Hinter den Kulissen

In unseren Newslettern veröffentlichen wir regelmässig unsere Finanzmarkt-Kommentare. Hier ein Auszug:

Hinter den Kulissen

Am besten schaut man hinter die Kulissen, wenn man informelle Gespräche oder einen informellen Emailaustausch mit Investmentfondsmanager hat. Mit Michael Feiten, dem Manager des Investmentfonds NordLB Horizont, pflegen wir insbesondere zur Thematik der Handelbarkeit von Unternehmensanleihen einen intensiven telefonischen und Email-Kontakt. Für Sie als Anleger/in ist dies wichtig. Denn sollten Fondsmanager irgendwann nicht mehr in der Lage sein, die in dem Fonds enthaltenen Unternehmensanleihen zu handeln, so können Sie diese Papiere eben auch dann nicht verkaufen, wenn Sie zum Beispiel gerade Geld aus Ihrem Fonds benötigen.

Aber auch bei einer anderen sehr beliebten Anlageform, den ETFs, treten seltsame Effekte im Handel auf. ETF (Exchange Trades Funds) sind Investmentfonds, die meisten einen Index, zum Beispiel den DAX, abbilden und anders als die üblichen Investmentfonds direkt an der Börse gehandelt werden. Aber ebenso wie bei den Investmentfonds, die Sie aus unseren Depots kennen, wird der Wert der ETFs durch den Wert aller in diesem Fonds enthaltenen Aktien bestimmt, dem NAV (Net Asset Value).

Dadurch aber, dass ETFs selbst auch an der Börse gehandelt werden, kann sich ein „zweiter“ Wert bilden. Dies sollte eigentlich nach allen volkswirtschaftlichen Grundsätzen nicht der Fall sein, denn es heißt ja immer, dass die Preisbildung an der Börse erfolgt, es heißt aber nicht, dass sich zwei unterschiedliche Preise an der Börse bilden. Nur die Realität ist eben anders. Und dazu berichtete Herr Feiten uns in einer Mail:

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Als Beleg fügte er folgenden Link bei: http://www.pragcap.com/have-the-robots-broken-the-stock-market/ Hier der Textauszug:

221015nlEs wurden also Dutzende ETFs zu 25% bis 50% unter dem eigentlichen Börsenwert (NAV) gehandelt. Es gibt aber kaum Aktienindizes, die an einem Tag derart stark im Börsenkurs sinken. Ein Kursrutsch pro Tag von 8% bis 10% wäre schon extrem viel. Es fragt sich nur, welcher Investor warum bereit ist, seine Aktien (die der ETF abbildet) soweit unter Börsenwert zu verkaufen?
Zum Teil mag dies durch den Computerhandel zu erklären sein. Es ist aber auch ein Zeichen für die Fragilität des Finanzsystems.
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