Aus der Geschichte lernen: Nicht immer ist eine Indexstrategie erfolgreich

Immer wieder ist zu lesen, dass aktive Investmentfondsmanager den Markt nicht schlagen können. Von daher wird insgesamt besonders in Hinblick auf Renditegesichtspunkte empfohlen im Aktienmarkt eine Indexstrategie zu verfolgen. Wer zum Beispiel an der Entwicklung und den Renditechancen des US Aktienmarkt teilhaben möchte, sollte demnach beispielsweise ein ETF kaufen, der den S&P 500 abbildet.

Diese Vorgehensweise muss durchaus nicht immer erfolgreich sein, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Die Schweizer Zeitung Finanz und Wirtschaft hat hierzu einen interessanten Artikel mit der Überschrift „Die «Nifty Fifty»-Blase“ veröffentlicht (1).

Demnach konnten Anleger, die ein aktive Titelauswahl trafen, über einen Zeitraum von acht Jahren den S&P 500 sehr deutlich schlagen, und zwar mit einem jährlich durchschnittlich 15 % höheren Ergebnis. Während dieses Zeitraums ergab sich eine Verachtfachung des eingesetzten Kapitals. Gegenüber dem S P 500 ergab sich ein um 200 % besseres Ergebnis.

Dieses bessere Ergebnis konnte man erzielen wenn man die „schicken 50 Unternehmen“ (Nifty Fifty) wählte, wozu beispielsweise Coca-Cola, Eastman Kodak, IBM, Johnson & Johnson, McDonald’s, Pfizer, Polaroid und andere zählten. Aus damaliger Sicht handelte es sich um Qualitätsaktien von gut etablierten Unternehmen, die sich immer behaupten würden. Die Betonung liegt hier auf „immer“. Aber kennen Sie noch Eastman Kodak und Polaroid?

Aus diesem Artikel kann man für seine Anlagestrategie folgende Schlüsse ziehen:

  • Durchaus nicht immer stellt das passive Investieren über ETF die erfolgreichste Anlagestrategie dar.
  • Es gibt keine Unternehmen, die mit Sicherheit dauerhaft erfolgreich sind. Damit wäre die Aussage falsch, man brauche nur Qualitätsunternehmen zu definieren, deren Aktien kaufen und dann nicht weiter beobachten.

 

(1) Finanz und Wirtschaft: Die Nifty-Fifty-Blase

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