Unbekannte Liquiditätsrisiken bei Investmentfonds

zu diesem Thema informierten wir unsere Kunden in unserem letzten Newsletter. Wir möchten Ihnen diesen Beitrag aber nicht vorenthalten:

Kommentar zur Finanzwelt

Schwerpunkt unseres letzten Kommentars zur Finanzwelt war zwar das Thema Banken, aber wir haben in diesem Zusammenhang auch die von Fachleuten befürchtete Rentenblase angesprochen. Renten, also festverzinsliche Wertpapiere, könnten bei einem kurzfristigen Verkauf dann massiv an Wert verlieren, wenn Zinsen steigen.

Nun aber wird zusätzlich ein ganz anderes Risiko dieser allgemein als sicher angesehenen Papiere diskutiert, welches unabhängig von einer Zinssteigerung eintreten könnte. Es geht dabei um die Liquidität und damit Handelbarkeit von Rentenpapieren, also auch von Renten- und Mischfonds:

270715rblWie die Überschrift des aktuellen Beitrags in unserem Blog finanzenlounge andeutet, ist dieses Thema nicht leicht verständlich. Es könnte aber eine große Anzahl von Anlegern betreffen, die in Investmentfonds in Form von Mischfonds investiert sind.

Konsequent durchdacht könnte dies zu einer Situation, wie sie von offenen Immobilienfonds bekannt ist, führen. Offene Immobilienfonds wurden in der Vergangenheit mehrfach vom Handel ausgesetzt. Man kam also nicht mehr an sein Geld heran.

Nun ist Markt der Rentenpapiere um ein Vielfaches größer als der Markt der offenen Immobilienfonds, was dafür sprechen könnte, dass die Rentenpapiere und die Mischfonds, die in Rentenpapiere investiert sind, nicht von diesem Schicksal getroffen werden. (Primär scheint das Problem für Rentenfonds und Mischfonds zu gelten, die in Unternehmensanleihen anlegen. Wird in „gute“ Staatsanleihen investiert, würden wir hier aktuell deutlich weniger Gefahren sehen).

Ein endgültiges Urteil, ob und wie hoch dieses Risiko ist, möchten wir nicht treffen, weil dieser Markt einfach zu groß ist, als dass ein Unternehmen, wie wir es sind, diesen Markt in aller Konsequenz überblicken kann. Allerdings: wer kann dies überhaupt?

Wir haben am Montag mit einem Fondsmanager eines Tochterunternehmens einer Landesbank zu diesem Thema telefoniert, der immerhin 73 Mio. € verwaltet. Auch er konnte – natürlich – nicht alle Facetten des Marktes überblicken. Mit Gewissheit ausschließen, würde er aber das Risiko der Illiquidität nicht.

Und was sagen die großen Fondsgesellschaften und deren Manager? Auch sie und die renommierte Schweizer Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“ weisen in unterschiedlicher Deutlichkeit auf dieses Risiko hin. Hier haben wir die entsprechenden Artikel für Sie zusammengestellt. Weil viele der dort genannten Manager Rentenfonds managen, fällt es uns auch nicht leicht, deren Aussagen als Panikmache abzutun, mit der ansonsten einzelne Fondsmanager für ihre Fonds Kunden akquirieren.

Aufgrund des sehr großen Volumens an Rentenpapieren an den Märkten und somit ihrer hohen Bedeutung für das allgemeine Vertrauen in die Finanzwelt, kann man sich natürlich vorstellen, dass Zentralbanken als Käufer einspringen (mal unabhängig davon, ob sie es dürfen oder nicht). Aber es wurde auch schon diskutiert, ob man nicht generell Haltefristen für Investmentfonds einführt.

Was wir mit diesem Beitrag nicht möchten: Panikreaktionen hervorrufen.

Aber sicherlich schulden wir Ihnen, Sie auf dieses Risiko hinzuweisen. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, das Risiko der Illiquidität deutlich zu reduzieren. Es erfordert jedoch etwas Umdenken zu den bisherigen Anlagestrategien.

Möchten Sie mehr dazu wissen, laden wir sie gern zu einem persönlichen Gespräch in unserer Geschäftsstelle ein (alternativ bieten wir Ihnen eine Online-Beratung an).

 

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