Franklin Templeton benennt Fonds um und bekennt „Farbe“

Wie das Fachmagazin AssCompact (1) meldet, benennt Franklin Templeton drei seiner seit 2008 von Matthias Hoppe gemanagten Multi-Asset-Fonds um und bekennt zugleich „Farbe“. Dies bedeutet, dass sowohl Ertrags- als auch Volatilitätsziele (ein Mass wie stark der Kurs um seinen Durchschnittskurs schwankt) festgelegt werden. Natürlich ist nicht garantiert, dass diese Ziele tatsächlich erreicht werden. Dennoch ist es für den potentiellen Anleger sinnvoll, diese Zielgrößen zu erfahren. Denn er kann zumindest im Nachhinein bewerten, ob der Fonds erfolgreich war. Gerade für Multi-Assets- Fonds ist dies wichtig. Denn anders als zum Beispiel bei einem weltweit anlegenden Aktienfonds, dessen Ergebnis man sehr leicht mit einem Index für internationale Aktienmärkte vergleichen kann, um zu sehen, ist dies bei Multi-Assets- Fonds nicht ohne weiteres möglich. Und zwar eben, weil diese Fonds im Idealfall in sehr viele unterschiedliche Anlageklassen anlegen.

2715templZugleich mit der Umbennung erweitert die Fondsgesellschaft das Anlagespektrum. So können die Fonds in Zukunft auch indirekt in alternativen Anlagen, wie Immobilien, Infrastruktur und Rohstoffen investieren (1). Dies ist aus zwei Gründen für den Anleger interessant.

1. Multi-Asset-Fonds haben häufig trotz des Namens (Viele Anlageklassen) ihren Anlageschwerpunkt im Bereich Renten und Aktienfonds und ähneln daher typischen Mischfonds (2).

2. Aufgrund der Erweiterung der Anlagemöglichkeiten ist ein Rückschluss von vergangenen Ergebnissen auf zukünftige Wertentwicklungen noch weniger möglich, als es auch sonst generell der Fall ist.

2715templ2Ob diese beide Aspekte sich vorteilhaft für den Anleger auswirken werden,wird die Zukunft zeigen. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die vielfach angesprochenen Risiken für Mischfonds, die aus der Gefahr einer möglichen Rentenblase resultieren könnten, hier geringer ausfallen könnten (aber nicht zwangsläufig ausfallen müssen). Zahlen für diesen Fonds liegen erst seit März vor. Ein erster Blick verrät, dass es für den Anleger sehr wichtig ist, den 3-Jahres-Anlagezeitraum zu beachten, denn kurzfristig gibt es bei allen 3 Fonds mehr Schwankungen als der Anleger möglicherweise erwartet. Zum Vergleich ist in der Grafik ein defensiver englischen Multi-Asset-Fonds abgebildet. Es ist also wirklich noch zu früh, um die Fonds nach der Umstrukturierung abschliessend zu beurteilen.

Sorry, wenn die Aussage etwas uneindeutig ist, aber wir tragen damit zugleich Rechnung, dass dieser Beitrag keinerlei Anlage-Empfehlung darstellt. Eine Anlageempfehlung – sowohl zu einem möglichen Kauf, als auch Verkauf – geben wir nur in einer persölichen Beratung. Sollten Sie ein unerfahrener Anleger sein, so sprechen Sie mit Ihrem persönlichen Berater (oder uns 🙂 ), bevor Sie aufgrund dieses Beitrages irgendeine Entscheidung treffen.


(1) AssCompact: Franklin Templeton definiert Ertrags- und Volatilitätsziele für Multi-Asset-Fonds

(2) Siehe auch unseren Beitrag: Multi-Asset-Income-Fonds: Wann spielen sie ihre Vorteile aus?

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