Banken, Rentenblase und Ratingagenturen – Was bedeutet dies für Ihre Anlagestrategie?

Eigentlich sind wir es leid, immer wieder alte, aber noch längst nicht behobene Probleme der Finanzwelt im Blick behalten zu müssen. Sie werden es ahnen … (1)

Aber es geht nicht nur um die Banken, sondern zwischenzeitlich auch um die Anlageklasse, die allgemeinhin als sicher gilt: Staatsanleihen. Und da meinen wir natürlich nicht die griechischen Staatsanleihen. In der Finanzwelt werden Anleihen als „Renten“ bezeichnet und wahrscheinlich haben Sie den Begriff von der möglichen Rentenblase schon häufiger gelesen. Dahinter steht einfach die Furcht, dass aktuelle Anleihen massiv an Wert verlieren werden, wenn die Zinsen einmal ansteigen. Und irgendwann wird dies auch eintreten. Allerdings, den Begriff Rentenblase werden Sie häufiger von Fondsmanager hören als von den Ökonomen, die sich mehr theoretisch mit der Wirtschaft beschäftigen. Nicht dass diese Ökonomen das Problem der Rentenblase ignorieren, nur auch sie können keinen einfachen Weg aufzeigen, wie man aus der Falle der niedrigen Zinsen herauskommt, ohne dass Blasen platzen. (Wir lesen tatsächlich viel – auch von Ökonomen aus der Forschung – aber Lösungsansätze haben wir bisher keine gefunden).

Wie wir immer gesagt haben, sind die niedrigen Zinsen ein Instrument, welches ursprünglich der Bankenrettung – ja, 2008 ist noch nicht vergessen- dienen sollte. Nach nun mehr als 6 Jahren sollte man sich fragen, ob dieses Instrument denn in dieser Hinsicht wenigstens erfolgreich war. Schaut man sich an, wo die überwiegende Mehrzahl der Bundesbürger ihr Geld anlegt, nämlich als Festgeld bei Banken und Sparkassen, müsste man dies vermuten.

Der Sparer glaubt also an die Sicherheit des Festgeldes, aber hat der Sparer so viel Einblick wie Ratingagenturen?

Auch wer vermeintlich böse ist – so werden Ratingagenturen ja immer wieder einmal bezeichnet – , kann über Wissen verfügen :-).

Also: Nach der Ratingagentur Fitch glaubt inzwischen auch Standard & Poor’s etwas weniger an die Solidität der Banken und stufte die Deutsche Bank und Commerzbank jeweils auf BBB+ ab. Ach, ja werden einige Sparer sagen, der Staat richtet es. Genau das glauben S&P und Fitch nicht, denn der fehlende Glaube an zukünftige Staatsrettungen ist einer der Gründe für die Herabstufung.

20062015rbWas bleibt zu tun?

Aufpassen, laufend den Markt zu beobachten und zu diversifizieren. Dabei sollte der Diversifizierungsgedanken viel weiter gefasst werden als allgemein üblich und betrifft auch die Möglichkeiten einen Teil des Geldes im Ausland zu lagern. Denn auszuschließen ist es nicht, dass Sie einmal den Begriff Kapitalverkehrskontrollen nicht nur im Zusammenhang mit Griechenland und Zypern hören


(1) Jedenfalls werden Sie es ahnen, wenn Sie regelmässig unseren Blog finanzenlounge folgen, in dem wir uns – neben anderen Themen aus der Alten Welt und der Neuen Welt der Finanzen – immer wieder mit dem Thema Banken beschäftigen.


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