Niedrige Zinsen sind für Überraschungen gut

Einige Namen merkt man sich. Dazu gehört der Chefredakteur der von mir sehr geschätzten Zeitschrift Finanz und Wirtschaft, Mark Dittli, dessen Beiträge ich doch recht regelmäßig lese. Dazu gehört aber auch der Julius-Bär-Anlagechef Burkhard Varnholt, dessen Veröffentlichung ich zugegebenermaßen nicht regelmäßig lese. Herr Varnholt ist mir aber aufgrund eines Vortrages auf dem Mannheimer Fondskongress aus dem Jahr 2009 (!) immer noch gut in Erinnerung.

Sie erinnern sich, Ende 2008 / Anfang 2009 war das Jahr der großen Verzweiflung vieler Ökonomen, Analysten und Vermögensverwalter. Nach der großen Bankenkrise 2008 sahen viele dieser Spezialisten nur noch die Hyperinflation als Szenario für die nächsten Jahre, oder sie sahen gar nichts mehr.

In diesem Umfeld fand Anfang 2008 der Mannheimer Fondskongress statt, und Herr Varnholt war einer der ganz wenig entspannten und frei referierenden Vortragsredner. Seine Aussage damals in Kürze: Keine Hyperinflation und die Welt gehe auch nicht unter.

Eine ökonomische Prognose, die sechs Jahre hält, muss man als gut bezeichnen.

Dies bedeutet nun nicht, dass jegliche Prognose von Burkhard Varnholt auch in Zukunft eintreffen müsse. Interessant aber, dass er jetzt eine Verdopplung der Aktienkurse für möglich hält. Seine Begründung ist einfach: das niedrige Zinsniveau (1).

Das geringe Zinsniveau und dessn Auswirkungen auf die Aktienbörsen ist auch Thema des Kommentars von Mark Dittli vom 8. Mai: „Neue Normalität“ (2). Hier beantwortet Herr Dittli die Frage, was die Aktienmärkte am meisten befürchten. Dies sei ein allzu kräftiger Aufschwung der Realwirtschaft. Seltsam, gehen doch die meisten Anleger davon aus, dass ein gutes Wirtschaftswachstum Aktienkurse steigen lässt?

Bei näherer Betrachtung ähnelt aber die Argumentation von Mark Dittli der von Herrn Varnholt. Danach ist der zentrale Treiber für positive Aktienkurse das geringe Zinsniveau. Dabei argumentiert Mark Dittli etwas weitergehend. Denn ein erstarkendes Wirtschaftswachstum könnte die Zentralbanken dazu veranlassen, die Zinssätze anzuheben. Und diese waren bis dahin eben wesentliche Treiber der Aktienkurse. Fallen diese Treiber weg, könnte eine mögliche Überbewertung der Aktien erkennbar werden, zu Abverkäufen führen und die Aktienkurse sinken lassen.

Auch wenn wir die beiden Herren sehr schätzen, würden wir aus den Aussagen allerdings nie eine eindeutige Anlageempfehlung für den Aktienmarkt aussprechen. Andererseits kann es sich im Nachhinein als falsch darstellen, nicht im Aktienmarkt investiert gewesen zu sein.

Für potenzielle Anleger, die die Lage ähnlich einschätzen wie wir, könnten diverse Anlagemöglichkeiten interessant sein, die eine Teilhabe an einer positiven Entwicklung von Aktienmärkten ermöglich, aber zugleich das Verlustrisiko teilweise oder ganz ausschließen. Bei Bedarf informieren wir Sie gerne.

Ich möchte die Möglichkeiten kennenlernen, „gebremst“ in den Aktienmarkt zu investieren:


 

(1) Handelszeitung: Bär-Anlagechef: «Börsen dürften sich verdoppeln»  

(2) FINANZ und WIRTSCHAFT , Neue Normalität

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