Kommt der Fonds ans Geld, wenn der Kunde ans Geld kommen möchte?

Zumindest für offene Immobilienfonds ist diese Fragestellung vor dem Hintergrund der Aussetzung der Anteilsrücknahmen in den vergangenen Jahren berechtigt. Zwar gibt es seit einiger Zeit besondere Regelungen für die Kündigung und Rückgabe von Anteilen, die einen plötzlichen massiven Liquiditätsabfluss verhindern sollen, diese gelten aber nur für so genannte Neubestände und nicht für die durchaus noch hohen Altbestände. Vom Grundsatz ist daher auch für die Zukunft eine mögliche Schließung von offenen Immobilienfonds niemals gänzlich auszuschließen.

Absolute Sicherheit kann ein Investor auch bei einer sehr gründlichen Analyse des jeweiligen offenen Immobilienfonds nicht erhalten. Dennoch gibt es unterschiedliche Indikatoren, die einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer möglichen zukünftigen Schließung haben. Möchten sehr viele Anleger ihr Kapital aus offenen Immobilienfonds gleichzeitig zurück erhalten, so gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Fond dieses Kapital zu beschaffen:

  • Zunächst kann die Fondsgesellschaft dieses Kapital aus der vorhandenen Liquiditätsreserve entnehmen
  • Danach könnte die Gesellschaft Hypotheken auf vorhandene Immobilien aufnehmen, um das notwendige Geld für die Auszahlung an die Kunden zu beschaffen. Hier ist allerdings zu bedenken, dass es eine deutlich abgesenkte Obergrenze für zulässige Kredite innerhalb der offenen Immobilienfonds gibt.
  • Als letzte Möglichkeit müsste die Fondsgesellschaft Immobilien verkaufen.

Im letzten Fall erscheint es sehr günstig, wenn es zu dem Zeitpunkt, an dem die Immobilien verkauft werden müssen, möglichst viele potentielle Käufer gibt. In einem solchen Fall wird die Struktur der so genannten Größenklassen der Immobilien innerhalb des Fonds bedeutsam werden. In der Regel wird es um so mehr potentielle Käufer geben, je kleiner die einzelnen Immobilien sind.

Bei einer aktuellen Sichtung von entsprechenden Investmentfondsberichten, hat es uns positiv überrascht, dass einen offener Immobilienfonds gibt, der fast die Hälften in Immobilien getätigt hat, die weniger als 10 Mio € je Immobilie  gekostet haben. Damit steht dieser Gesellschaft ein relativ großer potentieller Käuferkreis offen.


Bei Interesse informieren wir Sie gern. Wir dürfen allerdings erst dann konkrete Empfehlung abgeben, wenn wir eine so genannte Angemessenheitsprüfung vorgenommen haben. Dazu müssten wir auf jeden Fall ein Telefonat führen. Wenn Sie möchten, können Sie Kontakt HIER mit uns aufnehmen.


 

Disclaimer: Auch dieser Beitrag ist weder als Kaufaufforderung noch als Verkaufsaufforderung zu verstehen,auch wenn offene Immobilienfonds zu großen Verlusten führen können.

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